Kurz erklärt – das Wichtigste auf einen Blick
Ursachen für erschlaffte Haut an den Oberarmen
Eine Hauterschlaffung an den Oberarmen kann verschiedene Ursachen haben, oft wirken mehrere Faktoren zusammen:
- Starke Gewichtsabnahme, bei der sich die Haut nicht ausreichend zurückbildet
- Natürlicher Alterungsprozess mit Verlust von Kollagen, Elastin sowie Muskel- und Fettvolumen
- Rückgang der Muskelmasse bei Menschen, die früher intensiv Kraftsport oder Bodybuilding betrieben haben
Die genaue Ursache und Ausprägung sind entscheidend für die Wahl der geeigneten Behandlungsmethode.
Nicht-invasive Möglichkeiten bei leichter bis moderater Hauterschlaffung – Oberarme straffen (fast) ohne Narben
Bei weniger stark ausgeprägten Befunden kann häufig auf eine invasive Oberarmstraffung verzichtet werden: Oberarmstraffung (fast) ohne Narben. Moderne minimalinvasive Verfahren ermöglichen in ausgewählten Fällen eine sichtbare Straffung ohne lange Narben.
BodyTite® – Radiofrequenz zur Hautstraffung
BodyTite® nutzt hochfrequente Radiofrequenzenergie, die über eine feine Sonde gezielt unter die Haut abgegeben wird. Dadurch kommt es zu:
- einer sofortigen Gewebestraffung
- einer langfristigen Stimulation der Kollagenneubildung
- einer Verbesserung der Hautqualität
Morpheus8™ – Ergänzende Behandlung für Hautstruktur und Straffung
Morpheus8™ kombiniert Microneedling mit Radiofrequenz und wirkt in oberflächlicheren Hautschichten (Hautstraffung Oberarme ohne OP). Das Verfahren kann die Hautstruktur weiter verbessern und das Ergebnis zusätzlich unterstützen.
Operative Oberarmstraffung (Brachioplastik)
Bei deutlich ausgeprägtem Hautüberschuss – insbesondere nach massiver Gewichtsabnahme – ist eine operative Oberarmstraffung oft die effektivste und dauerhafteste Lösung. In diesen Fällen reichen nicht-invasive Methoden in der Regel nicht aus, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.
Die Operation ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Hautüberschuss auch unter Kleidung sichtbar ist oder das Tragen bestimmter Kleidungsstücke deutlich einschränkt.
Moderne OP-Technik der Oberarmstraffung
Die heutige Oberarmstraffung folgt einem dreidimensionalen chirurgischen Konzept. Ziel ist nicht nur die Entfernung überschüssiger Haut, sondern eine harmonische Neuformung der gesamten Oberarmkontur:
- Reduktion des Hautmantels im Umfang
- Zusätzliche Straffung in Richtung Achselregion
Je nach Ausgangsbefund entsteht eine L- oder T-förmige Narbe, die häufig kürzer ausfällt als bei älteren Techniken, bei denen ausschließlich der Umfang reduziert wurde.
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und kann in geeigneten Fällen ambulant durchgeführt werden. Drainagen werden in der Regel nach ein bis zwei Tagen entfernt. Eine Kombination mit BodyTite oder Morpheus8 kann das Ergebnis zusätzlich optimieren.
Risiken und mögliche Komplikationen
Die Oberarmstraffung ist ein größerer chirurgischer Eingriff, der beidseitig durchgeführt wird und mehrere Stunden dauern kann. Mögliche Risiken sind unter anderem:
- Nachblutungen
- Serom- oder Hämatombildung
- Länger anhaltende Schwellungen
- Infektionen oder Wundheilungsstörungen
- Auffällige Narbenbildung
- Vorübergehende oder selten anhaltende Sensibilitätsstörungen
- Sehr selten Verletzungen von Nerven oder größeren Blutgefäßen
Eine sorgfältige Aufklärung und individuelle Risikoabwägung sind daher unerlässlich.
Heilungsverlauf und Nachsorge
Nach der Operation sind Schwellungen und Blutergüsse normal. Für etwa 4 Wochen sollte konsequent spezielle Kompressionskleidung getragen werden.
In dieser Zeit sollten körperliche Belastungen, Sport sowie das Anheben der Arme über Schulterhöhe vermieden werden, um die Heilung optimal zu unterstützen.
Die Narbe – ein zentraler Entscheidungsfaktor
Ein besonders wichtiger Aspekt der Oberarmstraffung ist die Narbenlage. Im Gegensatz zu vielen anderen ästhetisch-chirurgischen Eingriffen befindet sich die Narbe in einem vergleichsweise gut sichtbaren Bereich.
Daher ist der Eingriff vor allem dann sinnvoll, wenn der Hautüberschuss deutlich ausgeprägt ist und der persönliche Leidensdruck entsprechend hoch. Entscheidend ist, dass Patientinnen und Patienten vor der Operation genau verstehen, dass die Narbe sichtbar sein kann und nicht klein ist.








