OBERARMSTRAFFUNG

Der Wunsch nach einer Straffung der Oberarme kommt durchaus häufiger vor, v. a. wenn es nach dem Winter kleidungstechnisch wieder mehr zu kurzen Ärmeln oder gar ärmellosen Kleidern und Tops hin geht.

In aller Regel geht es den überwiegend weiblichen Patientinnen nicht um das Volumen der Arme, sondern um erschlaffte Haut, die bei angehobenen Armen lose herabhängt und bisweilen auch durch schwingende Bewegungen unangenehm auffällt, daher auch der Begriff „Winke-Arme“.

3 Hauptursachen können für das Problem verantwortlich gemacht werden:

  1. starke Gewichtsabnahme
  2. Verlust von Muskel- und Fettvolumen im Alter
  3. Verlust von Muskelvolumen bei Menschen, die früher extrem viel Sport oder Body-Building betrieben haben

 

Zielgruppe

Während sich der Eingriff bei allen oben genannten Fällen durchführen lässt, funktioniert es am besten bei Patienten nach starker Gewichtsreduktion, da hier der Überschuss an Haut oft so signifikant ist, dass es sich auch kleidungstechnisch schwer kaschieren lässt und andere Verfahren keinen Erfolg versprechen.

OP-Technik

Früher wurde oft nur ein spitzovaläres Segment Haut und ggf. Fettgewebe am Oberarm entfernt. Heute ist das Konzept eher dreidimensional, wobei eine Reduktion des Hautmantels im Umfang stattfindet, aber auch eine Straffung nach oben. Dies resultiert in einer L- oder T-förmigen Narbe, die dann nicht ganz so weit zum Ellenbogen hinreichen muss, wie bei der älteren Technik, bei der nur die Zirkumferenz reduziert wurde.

Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt und kann durchaus auch ambulant erfolgen. Bei der OP werden Drainagen eingelegt, die nach 1 bis 2 Tagen entfernt werden können.

Risiken

Durch die umfangreiche Mobilisation und gleichzeitige Durchführung auf beiden Seiten handelt es sich um eine relativ ausgedehnte Operation mit mehreren Stunden OP-Dauer. Risiken sind Nachblutung, Serom- oder Hämatombildung, lang anhaltende hartnäckige Schwellungen, lnfektion, Wundheilungsstörungen, Narbenhypertrophie, Sensiblitätsstörung, Nekrosen. Auch über Verletzung von Nerven und grösseren Blutgefässen muss aufgeklärt werden, diese Dinge sind aber extrem selten.

Verlauf

Nach der Op kommt es immer zu einer gewissen Schwellung und Blutergüssen. Man muss für 4 bis 6 Wochen spezielle Kompressionsärmel tragen. Eine stärkere Belastung der Arme und das Anheben der Arme über den Kopf sollte für mehrere Wochen postoperativ vermieden werden.

Sonstiges

Der wichtigste Aspekt ist m.E. die Narbe: Während bei vielen Eingriffen in der ästhetischen Chirurgie die Narbe so positioniert werden kann, dass sie gar nicht oder fast nicht auffällt, ist die Narbensituation am Oberarm doch in einer sehr sichtbaren Region und u. U. durchaus auffällig.

In so fern macht der Eingriff nur wirklich Sinn, wenn ein ausgeprägter Befund vorliegt, der ganz sicher anders nicht wesentlich zu verbessern ist. Entscheidend ist, dass die Patientin / der Patient vor der Operation genau versteht, dass die Narbe in einem sichtbaren Bereich und auch nicht gerade klein sein wird! Die besten Patienten sind die, die durch den Hautüberschuss an den Oberarmen selbst in Kleidung Probleme haben, bzw. Probleme haben passende Kleidung zu finden, die nicht an den Oberarmen spannt.

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Dr. Wolf-Gunter Steinmetz

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie Schürerstraße 3, 97080 Würzburg

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