BEHANDLUNG VON FEHLBILDUNGEN DER BRUST

Es gibt verschiedenste Fehlbildungen an der Brust, die am ehesten als „Laune der Natur“ bezeichnet werden können. Andere Fehlentwicklungen können z. B. durch Verletzungen oder chirurgische Eingriffe in der Kindheit resultieren.

Oft finden sich fließende Übergänge zwischen noch normalen Befunden und echten Fehlbildungen. Hierzu gehören z.B. starke Asymmetrien. Während es fast keine Frau gibt, bei der beide Brüste identisch ausgeprägt sind und somit eine gewisse Asymmetrie durchaus normal ist, gibt es auch Asymmetrien, die so prägnant sind, daß sie sich selbst mit Kleidung kaum kaschieren lassen. Hier spricht man von einer Fehlbildung und bei entsprechend ausgeprägtem Befund übernimmt in Einzelfällen auch die Krankenkasse die Behandlung.

Eine der häufigsten Fehlbildungen ist die tubuläre Brust, manchmal auch Schlauchbrust oder Rüsselbrust genannt. Dabei sind die unteren Quadranten der Brüste unterentwickelt oder gar nicht entwickelt, so dass die Unterbrustfalte viel zu hoch sitzt und die Brust dann schlauchartig nach unten umkippt. Beim Vollbild dieser Diagnose besteht auch eine auffällige Veränderung der Brustwarze und des Warzenhofes, die dann nach vorne ausgestülpt wirken. In der amerikanischen Literatur wird dies als Snoopy-Deformity bezeichnet, da die Form an die Nase der berühmten Cartoon-Figur erinnert. Die tubuläre Brust ist ganz oft auch mit einer deutlichen Asymmetrie vergesellschaftet. Die Behandlung erfolgt durch eine chirurgische Umverteilung des Drüsengewebes (eine sog. „Umkipp-Plastik“) mit Tieferlegen der Unterbrustfalte und meist einer Volumen-Ergänzung der oft kleinen Brüste mittels Implantaten.

Bei weniger stark ausgeprägten Formen wird die Situation leider öfter falsch eingeschätzt und man sieht immer wieder Patientinnen die einfach nur mit Implantaten versorgt wurden, ohne daß diese Umkipp-Plastik gemacht wurde. Leider sind dann die Ergebnisse oft wenig erfreulich.

Andere, seltenere Fehlbildungen sind z.B. das Poland-Syndrom und das Amazonen-Syndrom, die sich auf die Brustform auswirken da der große Brustmuskel fehlt.

Verletzungen, Operationen und Bestrahlungen im Bereich des Brustkorbs im Kindes-und Jugendalter können die Entwicklung der Brust negativ beeinflussen, so daß es dann zu meist einseitigen Problemen in der Form und Größe der Brust kommen kann. Auch für solche Fälle gibt es gute Möglichkeiten zu helfen.

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Dr. Wolf-Gunter Steinmetz

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie Schürerstraße 3, 97080 Würzburg

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